Qualitätssicherung · MHD · 5 Min. Lesezeit

Stabilität über Jahre: Was das Mindesthaltbarkeitsdatum für Reinsubstanzen bedeutet

Auf jeder Verpackung ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufgedruckt. Doch wie wird dieser Zeitraum ermittelt und was passiert mit den Vitaminen nach Ablauf dieser Frist? LEBENSHAIN gibt Einblicke in die pharmazeutische Qualitätssicherung: Wir erklären beschleunigte Stabilitätsprüfungen und wie Sie Präparate auch nach längerer Lagerung beurteilen.

1. Klimakammer-Tests nach ICH-Leitlinien

Um das MHD verlässlich festzulegen, werden Rückstellmuster unter Extrembedingungen (z. B. 40 °C und 75 % Luftfeuchte) über mehrere Monate in Klimaschränken getestet. Nur wenn der Wirkstoffgehalt auch unter Stress innerhalb der deklarierten Spezifikation bleibt, erhält das Produkt die Freigabe.

2. MHD ist kein Verfallsdatum

Das MHD garantiert, dass bis zu diesem Tag 100 % des auf der Packung angegebenen Nährstoffgehalts vorliegen. Nach diesem Datum werden Mineralstoffe wie Magnesium oder Zink nicht unbrauchbar, da anorganische Ionen nicht verderben; empfindliche Vitamine können jedoch graduell an Konzentration verlieren.

3. Sensorische Prüfung zu Hause

Prüfen Sie ältere Präparate mit Ihren Sinnen: Riecht ein Öl noch frisch? Sind Kapseln trocken und unversehrt? Bei einwandfreiem Äußeren und sachgerechter Vorratslagerung ist ein Überschreiten des MHDs um wenige Wochen in der Regel gesundheitlich völlig unbedenklich.

LEBENSHAIN Qualitäts-Fakt:

Das MHD gewährleistet den vollen deklarierten Wirkstoffgehalt. Bei trockener, kühler und lichtgeschützter Lagerung bleiben hochwertige Reinsubstanzen über den gesamten Zeitraum stabil.

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